RASENPLÄTZE  
 

HYGROMIX®-Rasenplatz
... Pflege
 

Funktionstüchtigkeit und Werterhaltung durch sachgemäße Pflege

Die Qualität des Sportbodens ”Rasen“ ergibt sich aus den baulichen Voraussetzungen der Nutzung und der Pflege. Ein jederzeit sportgerechter Zustand setzt aber dementsprechend sachgemäße Pflege voraus. Die Platzverhältnisse müssen sorgfältiger Inspektion unterzogen werden. Eine Aufgabe für geschultes Personal.

Nachfolgend aufgeführte Zeit- und Mengenangaben sind Durchschnittwerte mit den üblichen Toleranzen. Abweichungen können sich z.B. durch örtliche oder wetterbedingte Einflüsse ergeben.

Zunächst muß zur begrifflichen Klärung unterschieden werden zwischen der bereits während der Bauzeit einsetzenden Fertigstellungspflege und der späteren Pflege durch den Platzbesitzer. Hier wird einmal übersichtlich dargestellt, worauf es im wesentlichen ankommt. Alle empfohlenen Maßnahmen wurden ab-gestimmt auf die spezifischen Tragschichteigenschaften von HYGROMIX® und weitere, moderne Erkenntnisse der Rasenplatzpflege.
 

Fertigstellungspflege

Sie ist Sache des mit der Neuanlage beauftragten Unternehmers, die dieser durchführt, damit der Platz übergabefähig ist. Das L.V. lautet im allgemeinen wie folgt:

” .... m² Rasenfläche zum erstenmal bei 8 - 10 cm Rasenhöhe auf 4 cm schonend schneiden und danach bis zur Abnahme 5 weitere Rasenschnitte von ca. 6 cm Rasenhöhe* auf 3 cm durchzuführen. Es dürfen nur spurenfreie arbeitende Sportplatz-mäher mit Walzenantrieb und Fangvorrichtung eingesetzt werden.
Notwendige Nachsaatarbeiten sind einzurechnen. Bei fehlendem Niederschlag sind Beregnungen vorzunehmen. Die Gestellung von Wasser erfolgt bauseitig.
Je nach Witterung ist etwa nach 4 Wochen die Stickstoffzufuhr mit z.B. 25 - 30 g/m² Kalkammon-salpeter zu erneuern.
Die Abnahme erfolgt gemäß DIN 18 035 T4.“

* Hockeyrasen von 4 auf 2 cm
 

Pflege

Sportrasenflächen sind Intensivkulturen mit dem-entsprechend höherem Düngerbedarf. Bestimmte Tragschichtgemische, gemeint sind Sandtrag-schichten, haben übermäßigen Verbrauch an Nährstoffen und Beregnung zur Folge. Ursache ist das geringe Wasserspeicherungsvermögen. HYGROMIX®-Rasentragschichten garantieren gute Ausnutzung von Düngern aufgrund der abge-stimmten Werte ”Durchlässigkeit und Wasser-speicherfähigkeit“. Eine über das Jahr gleichmäßige Versorgung mit Kali und Stickstoff muß vorrangig sichergestellt werden.

Folgende Düngevarianten stehen zur Wahl:

Herkömmliche Düngung

Einmal pro Jahr im Februar/März mit 20 - 30 g/m² Patentkali und, in Abhängigkeit von den Niederschlägen, etwa 2-3 mal pro Jahr 25 - 30 g/m² Kalkammonsalpeter. Besondere Vorsicht vor Düngefehlern ist geboten. Regel: Ausbringung nur bei trockenem Rasen. Arbeitsweise: kleine Streumenge bei mehreren, wechselnden Übergängen.

Verwendung von Volldünger

Auf 2 - 4 Monate läßt sich hier der Düngerhythmus ausdehnen. Die Streumenge ist auf Bodenanalyse und Düngezusammensetzung abzustimmen.

Langzeitdünger

Besonders erfolgreich in der Anwendung sind die durch Bodenleben löslichen Düngestoffe, deren Wirkung bis zu einer vollen Vegetationsperiode anhalten kann. Allerdings sagt die Erfahrung, daß in den meisten Fällen im Frühjahr eine Zusatzmaßnahme notwendig wird, nämlich Verabreichung von 20 - 30 g/m² Patentkali. Die im Okt./Nov. durchzuführende ”Winterdüngung“ ist nach wie vor zu empfehlen, da sie zur Erhaltung der Rasendichte in der Winterspielzeit besonders geeignet ist.

Mähen

Etwaige Besonderheiten ergeben sich aus der jeweiligen Sportart und/oder dem Nutzungsgrad einer Rasenfläche. Allgemein gilt, daß Flächen mit hoher Beanspruchung von 6 cm Halmlänge auf nicht unter 3 cm herunterzuschneiden sind. Weniger beanspruchte Flächen werden von 8 cm auf 4 cm Schnitthöhe reduziert.
Hockeyrasen muß stets von 4 cm auf 2 cm heruntergeschnitten werden. Es dürfen nur Mäher eingesetzt werden, die spurenfrei arbeiten, über Walzenantrieb verfügen und möglichst mit einer Fangvorrichtung für das Mähgut ausgestattet sind. Das Mähgut muß also grundsätzlich immer entfernt werden.

Bei Einsetzen des Winters soll die Rasenhöhe nicht mehr als 4 cm betragen.

Beregnung

HYGROMIX®-Plätze besitzen durch das große Porenvolumen des Gemisches ein natürliches ”Reservoir“, weshalb der Rasen auch bei geringeren Niederschlägen nur im normalen Umfange beregnet werden muß.
Die Verabreichung bei bereits etabliertem Rasen erfolgt in 1 - 2 Beregnungen die Woche. Neuansaaten werden in entsprechend kürzeren Abständen, z.B. 7 mal pro Woche mit je 3 l/m² beregnet.

Unkrautbekämpfung

Unkräuter beeinträchtigen die Rasenqualität und müssen umgehend bekämpft werden. Verschiedene Unkrautarten kommen durch regelmäßiges Mähen nicht zur Entfaltung und sterben ab. Für hartnäckige Fälle bietet die chemische Industrie eine Reihe wirksamer Bekämpfungsmittel an. Hier ist nach den Anwendungsvorschriften der Hersteller vorzugehen.

Erhaltung der Tragschichtfunktionen

Im Laufe der Zeit erfährt die Tragschicht durch Mährückstände, abgestorbene Gräser und Wurzeln eine natürliche Veränderung. Die Funktionen sind beeinträchtigt, lassen sich aber durch einfache Maßnahmen wie Vertikalschneiden, Belüftung und Besanden wieder herstellen.
Jedoch muß man davon abraten, diese Pflegegänge auf bloßen Verdacht hin auszuführen. In jedem Falle sind sie von den Ergebnissen der Bodenprobe bzw. Ortsbesichtigung abhängig. Die nächstgelegene HYGROMIX®- Vertretung kann zur kostenlosen Beratung hinzugezogen werden.

Sonstige Maßnahmen

Hierzu zählen vorwiegend die Bekämpfung von Krankheiten und Schädlingen. Nach der ersten Überwinterung und endgültigem Ende der Frostperiode müssen die Flächen leicht gewalzt werden.
Korrekturen im Pflegeplan sind gelegentlich notwendig. Wichtige Aufschlüsse lassen sich durch Bodenanalysen gewinnen, die in Abständen durchgeführt werden sollten. Hierfür benötigt ein Prüflabor rd. 1 l Tragschichtmaterial.

In allen Fragen betreffend Neubau, Sanierung und Pflege leisten wir fachliche Beratung.
Fragen sie darum zuerst uns!